Snikch

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Snikch


Snikch ist ein Rattling. Er ist 1,50m groß, hat gelbe Augen und ein graues Fell, dass er bis zu Stoppeln herunter schert.

Er war ein Rattling aus einem Wurf von vielen. Jedoch wurde schon bald entdeckt, dass er anders ist als andere Rattlinge; er besitzt Verantwortungsgefühl, Loyalität und Ehre. Jene seltenen Rattlinge werden aber nicht als unerwünscht entsorgt, vielmehr werden sie zu Graue Wächter ausgebildet. Als Snikch seine Ausbildung beendet hatte, wurde er einem Seher zugeteilt, dem er zu Dienen und vor allem zu Beschützen hatte. Doch Snikch besitzt noch eine Eigenschaft, die bei Rattlingen überhaupt nicht gerne gesehen wird; freies Denken. Immer öfter und vor allem immer lauter kritisierte er die Gesellschaft im allgemeinen und sein Volk im speziellen. Er begann sein Volk zu verachten, ja sogar zu hassen. Er wurde zu einem Problem, dass selbst Seher nicht ohne weiteres lösen können, denn Graue Wächter sind sehr hoch angesehen in der Gesellschaft der Rattlinge. Also wurde beschlossen Snikch auf eine Mission zu schicken, von der er im besten Falle nie mehr zurückkommen sollte. Ihm wurde gesagt im Unterreich sei eine neue Macht aufgetaucht die sich Schattenjünger nennt und von jemand angeführt wird, der sich selber als Schattenläufer bezeichnet. Snikch solle herausfinden, ob diese Schattenjünger zu einer Gefahr für sein Volk werden könnten. Jedoch wurde er erwartet und gefangen gesetzt. Er erkannte, dass sein Volk durchaus schon Kontakt zu den Schattenjünger hatten und sogar schon ein Bündnis eingegangen waren. Snikch wurde in einen Raum gesperrt und vergessen. Er bekam keine Nahrung und kein Wasser für viele Tage. Dann erinnerten sie sich aber zumindest an den Raum wieder, denn Moad wurde zu ihm gesperrt, der ebenfalls Gefangen wurde, als er mehr Informationen über den Schattenläufer suchte. Mit Moad hatten die Wärter noch etwas vor, denn sie kamen regelmäßig und brachten ihm Essen und Wasser. Die Nahrung teilte er mit Snikch, dass Wasser aber überließ er ihm vollkommen. Durch eine Befreiungsaktion von Thorn wurde Moad sowie Snikch gerettet. Snikch blieb fortan bei Moad und den Aijnan, da er bei Moad in einer Lebensschuld steht.

Er wird zwar respektiert aber er selber grenzt sich immer aus, weil er sich für das schämt, als das er zur Welt kam. Deswegen trägt er auch fast ständig einen Helm, der sein rattenhaftes Antlitz vollkommen verdeckt. Einzig die gelben Augen kann man durch schmale Schlitze erkennen. Sein einziger Rüstschutz ist ein stählerner Brustpanzer, der mit Lederriemen befestigt wird, die ihm über Kreuz über den Rücken laufen. An Waffen trägt er für gewöhnlich seine Weinenden Klingen. Dabei handelt es sich um Unterarmklingen, die magisch so verändert wurden, dass sie ständig ein absolut tödliches Gift absondern. Mittlerweile hat er sich aber auch Unterarmklingen aus Stahl anfertigen lassen, damit man auch das erjagte Wild verzehren kann. Seine Füße stecken nicht in Schuhen wie auch seine Hände nicht in Handschuhen stecken. Seine Extremitäten gleichen der einer Ratte, so dass wohl kein Schuster passende Stiefel oder gar Handschuhe anfertigen könnte. Als Beinkleider trägt er Hosen, die er in Elothinath erstanden hat. Es handelt sich dabei um Hosen, wie sie die Seeleute tragen. Aus guten, festen Stoff gefertigt hören die Beine bei den Waden auf. Sie sind rot-weiß, blau-weiß oder grün-weiß längs gestreift.

Neben seinem Freund Moad hat er auch ein spezielles Verhältnis zu Fhoriah aufgebaut, weil sie ihn am ehesten an seine frühere Aufgabe, Seher zu beschützen, erinnert. Mit Moads Frau, Ki, konnte er lange Zeit nichts anfangen, denn beide sahen sich als natürliche Gegner an. Mit der Zeit gewöhnte sich Ki aber an ihn und oft sind beide nun auf gemeinsamen Jagden zu sehen.

Nach der Wiederkehr fand er aber endgültig eine Aufgabe, die ihn erfüllt. Er wurde zum Diener und Beschützer von Lathandra Mathanda, mit der er gemeinsam mit Fhoriah durch Thrumumbahr reiste. Unter dem Vorwand, dass die Seherin 1000 Vicyazungen für ein Ritual bräuchte, gelang es ihr Snikch in Diams Rotte unter zu bringen. Vermutlich ist der Hauptgrund für diesen Schachzug der Seherin, dass sie Snikch nicht mehr wirklich braucht oder sie es als widersinnig ansieht, dass Snikch einen Großteil seiner Zeit einfach nur herum steht und darauf warten muss, dass er sie begleiten kann, da sie ja Ameran hat. Snikch jedoch behauptet steif und fest, dass er nur aus dem Grund die erforderlichen Zutaten für ihr Ritual zusammen zu suchen in der Gruppe ist.

Nach der Schlacht um den Tafelberg im Jahre 2 ndW wurde ihm erhöhte Aufmerksamkeit zuteil von den Aijnan, weil er in jener Heldentruppe war, die den Schattenläufer vertrieben hat. Denselben Status hat er nun ebenfalls inne.

Mit der Zeit, im Jahre 3 ndW, lernt er auch seine Mitstreiter in Diams Rotte besser kennen, und so verwundert es auch nicht, das er auch Fenajah als Freundin ansieht, weil sie ihm das Leben auch wirklich als Lebenswert zeigt.

Da Snikch stets ausgesucht höflich auftritt, wird er als angenehmer Zeitgenosse angesehen.


Aus Snikchs Vergangenheit. Das Geheimnis der weißen Ratte. Aufgeschnappt bei einem Gespräch zwischen Snikch und Ki im Glückseligen Garten:

Snikch murmelt "Qyzch ... so heißt er .... seit meiner Geburt sind wir uns nicht gut gesonnen. Das ist aber eine lange Geschichte. Musst du nicht so langsam zu Moad?"

Ki schüttelt den Kopf. "Nein. Wir haben also Zeit für lange Geschichten."

Snikch nickt "Na fein ... also er und ich stammen aus einem Wurf. Er war der Erste von Sieben. Ich der Sechste. Wie es bei so einem Wurf üblich ist, ist der Letzte immer der Schwächste irgendwie. Aber er, weil er eben weißes Fell und rote Augen hatte, war von Anfang was besonderes. Besonders in der Beziehung, weil er brutaler und rücksichtsloser war, als normal. Und das bedeutet schon unendlich viel. Ich war auch von Anfang an anders. Mitfühlend. Eine Eigenschaft, die nicht sonderlich gefragt ist bei meiner Art. Den Siebten, den Schwächling, habe ich immer beschützt, weil er mit Leid tat und Qyzch wollte ihn immer töten, denn er würde der Mutter Milch stehlen, die uns andere stärker machen würde, aber ihn nur weiter schwach blieben ließ. Verstehst du soweit?"

Ki nickt und isst weiter. "Ja, das verstehe ich."

"Gut. Wir waren noch Krabbler als er es dennoch irgendwie schaffte den Kleinen zu töten. Wir brauchten damals noch Milch, aber er fraß ihn auf. Qyzch war der Erste des Wurfs, deswegen auch größer und stärker als wir anderen. Als er den Kleinsten gefressen hatte, war ich der Letzte und er trachtete mir nach dem Leben. Er war zwar größer und stärker als ich, aber ich war schneller und flinker. Ich entkam immer wieder. Das ging so weiter. All die Jahre hat er es mir nie verziehen, dass ich ihm damals entkam."

Ki runzelt die Stirn. "Und... warum hat er dann nicht einfach erst mal den Nächsten genommen, um ihn zu fressen? Oder war das für ihn ein Verlieren dann, weil er dich nicht gekriegt hat?"

Snikch nickt "Eben das. Der Starke frisst den Schwachen. So leicht ist das in der Hierarchie. Die anderen waren ja auch stark und sicherten so das überleben des Volkes. Mich betrachtete er nie so. Aber ich entkam ihm immer wieder. Dann, als ich erwählt wurde ein Grauer Wächter zu werden, weil das nur ganz besondere Rattlinge tun dürfen, die Loyalität kennen, wurde er noch Ehrgeiziger und wurde bald die oberste Kriegsratte. Er konnte nicht mehr offiziell an mich heran, weil ich als Grauer Wächter außerhalb der Hierarchie stand, aber durch Meuchelmord sich einen Vorteil zu verschaffen, ist nicht unehrenhaft. So versuchte er es weiter."

Ki sagt: "Da hätte er doch vielleicht viel mehr machen können, was gut für ihn war, als das. Hat er da viel Zeit und so mit vertan, dich umbringen zu wollen?"

"Umbringen zu lassen. Er durfte das ja nicht mehr, aber jemand anheuern das zu tun, das ist legitim. Erst als ich die Weinenden Klingen bekam, war ich sicher, denn niemand traut sich an einen Grauen Wächtern mit solchen Klingen. Mir hat er niemals verziehen, dass ich noch lebe. Ich hatte gehofft, er wäre tot... aber das hat sich leider nicht bewahrheitet und jetzt ist er irgendwie unter Thrumumbahr untergetaucht und er weiß jetzt auch, das ich noch lebe."