Aijnan

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Die Aijnan


Eine Aijnan

„Mein Name ist Sorei. Ich bin eine Weise Frau der Aijnan. Warum ich über mein Volk etwas erzählen möchte? Zum einen kenne ich mein Volk besser als jeder Außenstehende, und zum anderen habe ich mir selbst die Pflicht auferlegt, die Bibliothek in Ahinjamuhr zu füllen, und sei es wenn ich selber Hand anlegen muss. Welches Thema wäre nicht absolut Perfekt um als erstes in die Sammlung der Bibliothek aufgenommen zu werden, als eine Beschreibung der Aijnan, und zwar so, wie sie in der heutigen Zeit sind. Wenn jemand etwas über die Vergangenheit der Aijnan wissen möchte, der siehe dazu in den bestimmten historischen Abhandlungen nach.“


Da die Aijnan von den Galatern abstammen, ähneln sie ihnen sehr. Aijnan werden in der Regel sehr groß. Der Durchschnitt bei Männern liegt um die 1,90m bei Frauen bei 1,75m. Dass sie so groß werden, bedeutet aber nicht, dass sie auch sonderlich breit werden. In der Regel sind sie groß und schlank, jedoch nur in den seltensten Fällen dürr. Die Aijnan haben helle Haar- und Augenfarben, und ihre Haut ist ebenfalls hellhäutig. Jedoch besitzen sie außer dem Haupthaar keinerlei Körperbehaarung. Ihnen fehlt die Fähigkeit zu schwitzen, wodurch sie einen äußerst geringen Wasserhaushalt haben. Meist tragen sie die ‚Arbeitskleidung’, eine Kombination aus Hemd, Hose und Stiefel, die aus einem besonderen Stoff gefertigt werden, und die zumeist in den verschiedensten Braun- und Grautönen gehalten sind. Nicht selten sieht es dann wie eine Tarnkleidung aus. Dies ist die bevorzugte Kleidung der Aijnan, und dabei ist es vollkommen gleich ob sie ein Krieger oder ein Handwerker trägt. Sie ist einfach gemütlich, und praktisch. Weise Frauen, oder generell Frauen gehen aber immer mehr dazu über Kleider zu tragen.


Aijnan lügen nicht. Das ist etwas, dass man immer wieder zu hören bekommt, wenn man mit ihnen zu tun hat. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht Lügen könnten. Die Unwahrheit zu sagen ist schlicht Unehrenhaft. Kein Aijnan wird absichtlich dieses Gebot verletzen. Ansonsten gibt es bei ihnen, wie bei jedem anderen Volk, solche und solche. Manche sind Verschlossener als andere und wieder andere Reden mehr als andere. Es herrscht dahingehend eine wunderbare Vielfalt.


Sie leben auf dem Kontinent Thrumumbahr, auf Balapur. Sie nennen ihre Stadt Ahinjamuhr und diese liegt im äußersten Osten des Kontinents. Das Land um sie herum ist äußerst karg und lebensfeindlich, denn sie leben mitten in der Wüste. Dennoch kommen sie dort gut zurecht. Ahinjamuhr besitzt eine einzigartige Architektur. Viele Säulen, Türmchen und Verzierungen sind an den Bauwerken zu sehen, jedoch wirken sie nicht verspielt, sondern eher eckig als rund.

In Ahinjamuhr befindet sich das Herz der Aijnan. Ein Baum, der mitten in der Stadt wächst und gedeiht, und von dem es heißt, er trage den Geist der Göttin in sich. Tatsächlich steht die Stadt auf einem magischen Nexus von ungeahnter Stärke und Macht. Im Norden Thrumumbahrs, in den weiten Ebenen und Steppen, leben Aijnan, die als Vogelreiter bezeichnet werden. Sie leben nicht wie ihre Brüder und Schwestern in einer Stadt oder Siedlung, sondern ziehen als Nomaden durch die unendlichen Grasflächen des Nordens. Sie züchten dabei die eigentümlichen Laufvögel, die ihre Existenzgrundlage darstellen.


Eine Aijnan

Die Aijnan glauben an die Göttin. Sie sehen in ihr das Sinnbild für Einigkeit, Liebe und Verständnis. Ein jeder Aijnan wird versuchen immer danach zu Leben, denn sie Glauben an die Unsterblichkeit der Seele und werden alles tun, um ihr Recht auf Wiedergeburt nicht zu verlieren. Dabei handelt es sich aber um die Wiedergeburt der Seele, die teilweise, oder im Ganzen, in einem neugeborenen Aijnan Gestalt annehmen kann.


Da Aijnan von den Galatern abstammen mag es verwunderlich klingen, dass es durchaus Magie und Kult bei ihnen gibt. Letztendlich können aber nur Frauen die Mächte wirken, und dann auch bei weitem nicht alle Frauen. Diese Frauen nennt man ‚Weise Frauen’ und sie haben einen hohen Stellenwert bei den Aijnan, denn Männer sind nicht fähig Magie oder Kult zu wirken. Hier gibt es hier nur eine Ausnahme: Der Häuptling Elethan.

Wichtige Weise Frauen sind unter anderem Theiwia, Loseië und Sorei.


Die Aijnan werden von einem Häuptling geführt und regiert. Diesem steht ein Rat aus 13 Aijnan zur Seite, der alle sieben Jahre vom Volk neu gewählt wird. Der Rat hat lediglich nur eine beratende Funktion. Er stimmt über wichtige Entscheidungen ab und teilt diese dann dem Häuptling mit. Die letzte Entscheidung bleibt aber alleine dem Häuptling vorbehalten. Dabei muss ausdrücklich betont werden, dass der Häuptling aber in 90% alle Fälle auf die Entscheidung des Rates hört. Das Amt des Häuptlings kann nicht gewählt werden, es wird vererbt.

Jeder kann in den Rat gewählt werden, wenn er sich aufstellen lässt. Dabei ist es unerheblich ob es sich dabei um Weise Frauen, Krieger, Handwerker oder Künstler handelt. Im Rat sind alle gleich. Es gibt nur eine Ausnahme, die nicht gewählt werden dürfen: Die Behüter.


Bei den Behütern handelt es sich um eine Gruppe von 26 Aijnan, die als Garde für den Häuptling dienen. Die Behüter sind dabei nur sich selber verantwortlich, d. h. der Häuptling kann ihnen nichts befehlen. Die obersten Behüter sind Ocireweth und Oloebeth.

Eine weitere wichtige Gruppierung sind die Läufer der Dämmerung. Sie sind deswegen erwähnenswert, weil sie die einzige militärische Einheit sind, die permanent unter Waffen stehen. Es sind 600 Männer und Frauen, die als die besten Kämpfer der Aijnan gelten, mit Ausnahme der Behüter, die eine Klasse für sich sind. Zurzeit führt Nehria die Läufer der Dämmerung an. Es mag nicht besonders beeindruckend klingen, dass nur 600 Männer und Frauen permanent unter Waffen stehen, wenn man davon ausgeht, dass es über 300.000 Aijnan gibt. Aber dann kommt die Sandwehr ins Spiel. In den Reihen der Sandwehr finden sich die Aijnan, die ihr Kriegerdasein nicht aufgeben wollen, aber durchaus auch bereit sind, alltägliche Dinge zu lernen und auszuführen. Dabei handelt es sich um Männer und Frauen, die keinen Beruf erlernen, aber den anderen bei ihren Aufgaben helfen, z. B. als Bedienstete in einer Taverne, oder Gärtnergehilfe, oder gar auch nur jemand, der im Badehaus einem das Handtuch reicht.


Ein Aijnan

Die Aijnan sind darüber hinweg, sich selber bekämpfen zu müssen. Dennoch haben sie interne Probleme, die man nicht verschweigen darf. Wie weiter oben beschrieben, halten die Aijnan die Ehre hoch. Es gibt aber Aijnan, die es damit nicht sehr genau nehmen. Sie wenden sich von ihrem Volk und ihrem Glauben an die Göttin ab und fristen ihr da sein irgendwo in der Wüste. Diese Aijnan werden als Schattenjünger bezeichnet. Sie haben sich um einen Mann gescharrt, der als Schattenläufer bekannt ist, und von dem es heißt, dass er ebenfalls Magie wirken kann. Von ihm geht die derzeit größte Gefahr für den Zusammenhalt der Aijnan aus.


Die Aijnan pflegen ein freundschaftliches Verhältnis zu den Zwergen und Elben Thrumumbahrs, sowie zu den Sinar. Genau genommen sehen sich die vier Völker beinahe als eine Einheit, und die Probleme der anderen sind die Probleme aller.

„Abschließend möchte ich noch eine persönliche Bemerkung anbringen: Wie es hier steht ist der heutige Stand der Dinge. Aber da sich die Aijnan erst am Anfang von etwas neuem befinden, mag, kann und wird sich mit Sicherheit einiges ändern. Alleine die Tatsache, das Ahinjamuhr ohne Probleme eine Million Einwohner fassen kann, und sie noch nicht mal zu einem Drittel bevölkert ist, lässt Raum für vielerlei Veränderungen. Aber so ist das Leben; Veränderungen bedeutet Fortschritt. In diesem Sinne verbleibe ich mit den besten Wünschen für die Zukunft.“


Sorei, ehemalige Führerin der Weisen Frauen mit Sitzende im Rat des Baumes, jetzt Leiterin der aijnanschen Volksbibliothek.