Zwerge Thrumumbahrs

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Die Zwerge von Thrumumbahr


Die Zwerge Thrumumbahrs unterscheiden sich von der Statur her nicht von allen anderen Zwergen des Sola-Systems. Sie sind zwischen 1,10 und 1,40 Metern groß. Sie sind von gedrungenem und muskulösem Körperbau. Hautfarbe, wie auch Haarfarbe variiert und keine farbliche Nuance ist dabei in einer Mehrzahl vorhanden. Natürlich tragen auch die Zwerge Thrumumbahrs lange Bärte. Bei den Frauen entwickelt sich, wenn überhaupt, nur ein dünner Flaum.

Da die Zwerge das Gebirge recht häufig verlassen, werden anders als sonst üblich die Haare und auch die Bärte in sehr dünne Zöpfe geflochten, das Haar wird dann in feine Glasperlen gezogen und somit vor dem Sand geschützt. Ein Zwerg Thrumumbahrs wirkt deshalb oft so, als sei der Kopf mit Hunderten von Perlenketten geschmückt.

Gekleidet sind sie zumeist in derbe Lederkleidung. Diese jedoch muss von weither importiert werden, da eine vollständige Versorgung durch heimisches Leder aufgrund der zu geringen Anzahl an Tieren nicht möglich ist. Deswegen verwundert es auch nicht, dass die Zwerge in ihrer Freizeit, wenn nicht gearbeitet wird, Gewänder tragen, die aus den Manufakturen der thrumumbahrischen Elben kommen. Diese Gewänder sind nach der Vorliebe der Zwerge von satter Farbe, die aber immer der des Clans entspricht. Farben haben eine besondere Bedeutung im Leben dieser Zwerge, doch dazu später mehr.

Wenn sie bewaffnet sind, und das ist immer der Fall sobald sie das Bahrum-Gebirge verlassen, so ist dies Axt und Streitkolben, Schild und auch die Armbrust. Dazu werden Rüstungen getragen, die auf ganz Balapur einzigartig sind, denn sie wurden aus Glas gemacht. Alle Waffen und Rüstungen stammen aus den eigenen Öfen und jedes Stück ist ganzer Stolz der Zwerge, denn nach ihrem Können und den besonderen Bedingungen auf Thrumumbahr sind sie vollständig aus Stein und Glas hergestellt worden.


Es heißt, die Zwerge des Bahrum-Gebirges seien weniger starrköpfig und schwerer zu erzürnen, als andere Zwerge. Angeblich soll dies an den Essgewohnheiten liegen. Obwohl diese aus der Not geboren sind und die Zwerge es wohl gerne anders hätten, ist es Tatsache, dass sie letztendlich Vegetarier sind. Fisch von der Küste erreicht die Hallen, aber zumeist nur in luftgetrockneter Form. Fleisch hingegen ist so gut wie gar nicht vorhanden. Es gibt schon wenig Tiere auf Thrumumbahr, aber im Gebirge sind es noch einmal besonders wenig und auch die Umgebung macht die Jagd nicht gerade leicht. Ein erfolgreicher Jäger genießt ein sehr hohes Ansehen bei den Zwergen, denn auch eine Zucht von Haustieren ist offenbar in den Hallen der Zwerge nicht möglich.

Das bedeutet, Fleisch auf dem Teller zu haben ist etwas Besonderes und bei einem Bankett Fleisch zu servieren ist die höchste Ehre, die die Zwerge dem Gast zuteil werden lassen können.

Sonst ist die Hauptnahrungsquelle der weit verbreitete Bergpilz, der im Bahrum-Gebirge wächst, wie auch Brot, denn es gibt ein paar Kornarten, die auch unter dem Berg gedeihen. Und natürlich Käse. Jetzt kann man sich fragen, wie die Zwerge Käse herstellen können, wenn es keine Tiere gibt, die Milch abgeben. Der Zwergenkäse ist ein besonderes Produkt, denn er wird aus einem Sud hergestellt, den der Bergpilz abgibt, wenn er erwärmt wird. Es gibt Stimmen die behaupten, dass die Zwerge, wenn sie keine Waffen mehr hätten, den Käse als Wurfwaffen benutzen könnten und gegen jedes Heer gewinnen würden, wenn die feindlichen Soldaten nur Nasen hätten.


Sie bewohnen, wie schon erwähnt, das Bahrum-Gebirge, das auch das einzige Gebirge Thrumumbahrs ist und den Kontinent in Norden und Süden spaltet. Drei große, unterbergische Städte haben die Zwerge gebaut. Dies sind: Kazâritrim, Bezôtabor und Zâkâkurûm. Jede der Städte hat jeweils über 50.000 Einwohner.

Wer jemals auch nur eine der Städte gesehen hat, wird es sein Leben nicht mehr vergessen. Riesige Höhlen ausgekleidet mit Glas, Gebäude aus Glas, Säulen aus Glas, der Boden mit Glas ausgelegt und durch viele Schächte wird das Sonnenlicht direkt in diesen Traum aus Spiegelungen hineingeführt. Eine solch helle Pracht herrscht dort, dass kein Auge sich diesem Reichtum, aber vor allem der Schönheit verschließen kann.

Und hier sind wir auch schon bei einer weiteren Besonderheit der Zwerge Thrumumbahrs. Metalle sind ihnen fast vollkommen Fremd, zumindest was Stahl, Eisen, Gold und Silber angeht und sie messen diesen Metallen auch keinen besonderen Wert bei. All ihr Augenmerk liegt auf Stein und deswegen auch auf Sand, aus dem sie das Glas herstellen, was sie dann benutzen um wirklich alle Gegenstände des täglichen Lebens herzustellen. Vom kleinen Löffel bis hin zum Katapult. Sie haben diese Kunst dermaßen perfektioniert, dass ihre Waren im Rest Balapurs astronomische Preise erzielen. Denn sie sind leicht, viel leichter als Gegenstücke aus Metall, aber gerade bei Waffen und Rüstungen von extremer Schärfe und Haltbarkeit.

Bei den Rüstungen hat dies nur einen Wehrmutstropfen, denn Glas ist in der Regel durchscheinend und obwohl die Rüstungen der Zwerge von so guter Machart sind, dass sie problemlos auf nackter Haut getragen werden könnten, verlangt es die Sitte Unterkleidung zu tragen. Hier greifen die Zwerge auf die Webkunst der Elben Thrumumbahrs zurück. Man kann davon ausgehen, das jedes Kleidungsstück, das unter einer von einem Zwergen getragenen Rüstung auf einem elbischen Webstuhl hergestellt wurde. Es gibt zwar auch Glasrüstungen, die vollkommen blickdicht sind, jedoch sind diese von so besonderem Glas und so meisterlicher Machart, dass sie niemals in den freien Handel gelangen. Sie werden ausschließlich von den Führern und hoch stehenden Zwergen getragen und sind Ausdruck ihrer Macht und ihres Ansehens.

Der aufmerksame Leser wird sich jetzt Fragen, womit die Zwerge denn die Öfen betreiben. Denn soviel Vogeldung kann es ja wohl kaum geben und Holz ist rar und wird von den Elben zum Schiffsbau benötigt. Hier gelangen wir zu einem der großen Geheimnisse der Zwerge.

Es heißt, dass tief unter dem Berg sieben Drachen leben würden, zusammen mit den Zwergen. Es heißt weiter, dass die Zwerge die Drachen hegen und pflegen würden und im Austausch die Drachen ihren Odem den Zwergen schenken. Damit werden die Kohlen angefeuert, die in Massen im Bahrum-Gebirge abgebaut werden. Die durch das Drachenfeuer angeheizten Kohlen betreiben die Öfen. Nun wird es klar, warum das Glas der Zwerge so besonders ist, denn es wird mit dem heißesten Feuer gemacht, das die Welt kennt.

Es mag Zufall sein, dass es auch genau sieben Clans der Zwerge gibt. Diese unterscheiden sich von ihrer Farbe her, die fast schon Wappen entspricht, denn in jeweils diesen Farben des Clans wird das Glas hergestellt. Die Zuordnung von Produkten ist somit leicht. Aber auch andere Bedeutungen haben die Farben, die denen des Regenbogens entsprechen, denn im Gegensatz zu anderen Zwergenvölkern kennen die Zwerge Thrumumbahrs keine Runenkraft. Jedoch erzielen sie ähnliche oder gleiche Effekte mit Farbnuancen in ihren Produkten, Waffen und Rüstungen. Es ist eine Kunst, die keinerlei Nachahmer auf Balapur kennt.

Aber auch so sind die Clans spezialisiert und Brennerer werden immer das Bier brauen, so wie Bilderer immer Bauglasziegel herstellen werden. An dieser Stelle ist es angebracht einmal die Namen der Clans und ihre Farben darzustellen. Dies sind:


• Die Bilderer, sie sind Rote Clan

• Die Kupferer, sie sind der Orange Clan

• Die Brennerer, sie sind der Gelbe Clan

• Die Feilscherer, sie sind der Grüne Clan

• Die Stecherer, sie sind der Blaue Clan

• Die Rußerer, sie sind der Indigo Clan

• Die Dämpferer, sie sind der Violette Clan


Die Clans sind in jeweils sieben Sippen unterteilt, die sich auch hier in leichten Abstufungen der Clanfarben unterscheiden. Sie leben zumeist in Großfamilien zusammen. Geselligkeit ist etwas, was diese Zwerge erfunden haben könnten und gerade nach getanem Tagewerk ist das Leben für die Zwerge ein einziges Fest. Jedoch bleiben die Clans und da dann sogar die Sippen zumeist unter sich. Zwar versteht man sich natürlich untereinander und ist des anderen Freund, aber das eine ist das Volk, das andere der Clan, aber das wichtigste ist die Familie und das ist die Sippe. Dies geht sogar so weit, dass bei Beziehungen, die erstaunlicherweise bei den Zwergen auf Liebe und nicht auf Sippeninteresse basieren, zwischen Zwergen der Sippe natürlich kein Problem sind, aber wenn sie in einen anderen Clan gehen, dies immense Probleme verursacht, denn zu welchem Clan würde denn dieses Paar dann gehören? Deswegen werden dann schon lieber Ehen zwischen ganz anderen vollzogen, egal ob Elb, Galater oder sogar Kaiap. Obwohl gerade Letztere sich doch sehr selten bis nach Thrumumbahr verirren.

Diese Offenheit gegenüber anderen Völkern liegt mit Sicherheit zum einen an den Gegebenheiten des Heimatkontinents, die einfach eine Zusammenarbeit aller Bedingen, aber wohl auch am freien Handel. Der Handel aber ist erst durch die großen Straßen möglich, die den Süden Thrumumbahrs vom Gebirge aus durchziehen und von den Zwergen angelegt wurden und gepflegt werden.

Diese Straßen haben eine besondere Architektur. Den Grundstock bildet ein 50 Schritt breiter Weg, der vollkommen aus Wüstensand besteht und doch wie gepflastert wirkt. Links und Rechts der Straße aber befinden sich noch einmal jeweils fünf Schritt breite Wege. Diese bestehen aus festgestampftem, sehr feinem Sand. Dies sind die Schnellwege der Vogelreiter Thrumumbahrs. Aber zurück zu den Hauptwegen. Diese werden von den Wüstenschiffen der Zwerge benutzt.

Hierbei handelt es sich um eigentlich nichts anderes als um Schiffe, wie sie auf jeden Ozean zu finden wären, wenn, ja wenn sie nicht aus Glas wären, das Holz nachempfunden ist. Am auffälligsten sind aber die Kufen unter den Schiffen, die sie zu regelrecht monströsen Schlitten machen. So rasen die Wüstenschiffe zu den Elbenhäfen an der Küste und liefern dort Handelswaren ab. Andrerseits sind sie aber auch schnell genug, um auch frische Waren, wie Lebensmittel, rasch, vor dem Verderben, in die Berge zu bringen.


Die Zwerge Thrumumbahrs glauben an das Ewige Feuer, dass sie in Gestalt einer brennenden Zwergin verehren. Aber keine Bange – Brandzwerginnenopfer sind ihnen vollkommen unbekannt und werden nicht durchgeführt. Aber auch Priester gibt es nicht, denn der Glaube wird ihrer Meinung doch tagtäglich an den Schmelzöfen praktiziert. Eine Art Pragmatismus, wie er wirklich nur von Zwergen ersonnen werden kann.


Wenn Zwerge arkane Kräfte wirken können, so ist es Kult. Da sind auch die Zwerge Thrumumbahrs keine Ausnahme. Der Kult ist zwar nicht so weit unter den einzelnen Individuen verbreitet, wie es bei den Elben der Fall ist, wenn aber die Begabung vorhanden ist, so wird sie nur zu zwei Zwecken genutzt: Der Heilung und dem Schutz. Kultische Barrieren oder kultisch beschworene Schutzsteine sind aber kein Exportgut. Allenfalls die Elben Thrumumbahrs kommen, eingedenk der langen Freundschaft, in den Genuss solcher Artefakte.


Wie schon erwähnt gibt es sieben Clans zu mit jeweils sieben Sippen. Jede Sippe wird von einem Sippenführer regiert. Die Sippenführerschaft ist eine Erbführerschaft. Die Sippenführer bestimmen den Clanführer. Sippen-, wie auch Clanführerschaft gelten auf Lebenszeit. Die sieben Clanführer nun wieder bilden den Regenbogenrat. Das die Namensgebung in engem Zusammenhang mit der besonderen Bedeutung von Farben liegt, ist nicht weiter verwunderlich. Der Regenbogenrat nun bestimmt über die Geschicke des gesamten Zwergenvolkes. Jedoch muss es gerade in Krisenzeit eine Stimme geben, die schnell entscheiden kann. Deswegen gibt es auch den König der Zwerge. Dieser ist einer des Regenbogenrates. Das Amt des Königs wird turnusmäßig über 70 Jahre gehalten und dann an den nächsten Clanführer in der Reihenfolge des Regenbogens weiter gegeben.


Nun aber wird es Zeit einmal auf die Clans im Einzelnen einzugehen, da ihre Namen nicht unbedingt auf ihre Funktion in der zwergischen Gesellschaft schließen lassen.

Beginnen wir mit den Bilderer. Sie sind die Bauarbeiter der Zwerge. Egal ob Tor, Halle, oder Lichtschacht. Sie haben die Städte der Zwerge zu den Perlen gemacht, die sie heute sind.

Die Kupferer hingegen sind die Polizei und schlichten Streitereien und klären Verbrechen auf. Da es bis auf ein paar Schlägereien nach übermäßigem Genuss des zwergischen Bieres kaum Arbeit für sie gibt, haben sie noch zwei wichtige Ämter inne. Zum einen sorgen sie für die Drachen des Berges, die wie schon erwähnt, der wichtigste Punkt für die Glasherstellung sind. Zum anderen sind sie aber auch die Schlichter, wenn es einfach keine Lösung bei interclanären Heiratsfällen zu geben scheint.


Trotzdem haben die Kupferer nicht wirklich so viel zu tun, weswegen es heißt, dass sie das innigste Verhältnis zu den Brennerer hätten: Die Bierbrauer und Schnapsbrenner der Zwerge. Egal welcher Alkohol auch immer getrunken wird in den hellen Hallen der Zwerge, er wurde von den Brennerer gemacht.

Die Feilscherer nun sind die Händler und Karawanenführer der Zwerge. Was zu Geld oder Tauschware gemacht werden kann, machen sie auch zu Geld oder Tauschwaren. Sie gelten als hart, aber auch gerecht. Das jemand je von einem Feilscherer übers Ohr gehauen wurde, ist nicht bekannt, das man sich aber nach Verhandlungen mit ihnen irgendwie – nackt fühlt ist normal. Sie unterscheiden sich ein wenig von den anderen Zwergen im Äußeren. Sie sind rauer und wettergegerbt, da sie das Gebirge am häufigsten verlassen. Man sagt, sie sähen aus, wie mit Sandpapier abgeschmirgelt. Was auch zum Teil richtig ist, denn es heißt auch, dass sie einem Sandsturm mit den Worten: „Ich geh net!“, entgegen stellen und tatsächlich gibt es nicht auch nur einen Bericht, dass ein Feilscherer je in einem Sturm umgekommen wäre. Die Stecherer nun wieder sind die Bauern der Zwerge. Alle Landwirtschaft und die Pilzzucht, das Brot backen, wie auch die Käserei gehören unter ihre Obhut. Sie verpflegen somit vollständig alle anderen Clans mit Nahrung. Auch die wenigen und hoch angesehenen Jäger entstammen den Stecherer. Außerdem haben sie mehr als freundschaftliche Beziehungen zu den Feilscherer, denn das meiste, was in die Berge importiert wird ist nun einmal Nahrung.

Die Rußerer hingegen sind die Dunkelsten der Zwerge. Das aber liegt an ihrer Aufgabe und nicht gar an ihrem Charakter. Sie bauen die Kohle ab, die unabdingbar notwendig ist, um die Glasöfen der Zwerge zu betreiben. Außerdem stellen sie die Werkzeuge her, die unter dem Berg benötigt werden. Und wer Werkzeug herstellt, der kann es auch benutzen. Deswegen kommen auch die Handwerker des Volkes aus ihren Reihen. Hinzu kommt, dass sie Meister der Steinbearbeitung sind. Speerschäfte, Bolzenschäfte, Axtstiele, all das ist bei den Zwergen Thrumumbahrs aus Stein und immer sind sie von den Rußerer gemacht worden.

Zuletzt sind noch die Dämpferer zu nennen. Sie sind der Kern des zwergischen Heeres und die besten und standhaftesten Kämpfer. Einen von ihnen zu überwinden muss mit Blut gezahlt werden. Die Garde des Königs besteht sogar nur und ausschließlich aus Dämpferer, die geschworen haben niemals zu heiraten und somit nicht nur mit Leib, sondern auch mit Leben den König zu verteidigen. Da sie ihr Handwerk verstehen, wollen sie auch das nötige Werkzeug dafür selbst herstellen. Definitiv kommen die besten Rüstungen und die gewaltigsten Waffen aus den Glasöfen der Dämpferer.

Aber eines haben alle Clans gemein: Die Herstellung aller nur denkbaren Gegenstände aus Glas. Zwar ist der eine Clan in der Kunstfertigkeit bei dem einen Gegenstand einem anderen überlegen, aber nichts desto trotz bleibt die Tatsache, das die Glasfertigung ihre Passion, ihr Leben ist und den eigentlichen Sinn ihrer Existenz darstellt.


Hier nun ist ein guter Platz, um noch ein paar Worte über die Brescherer zu verlieren. Es handelt sich hierbei nicht um einen Clan, sondern um die clanübergreifende Eliteeinheit der Zwerge Thrumumbahrs. Die besten Krieger eines Clans können dazu berufen werden Brescherer zu werden – eine Ehre, wie es unter den Kriegern keine Höhere gibt und selbst unter allen Gruppen im Volk haben sie ein Ansehen, das sich kaum in Worte messen lässt. Was nun macht die Brescherer so besonders? Es ist ihre Bewaffnung und ihr Kampfstil. Als Waffe nutzen sie den so genannten Brescher. Hierbei handelt es um einen 15 bis 20 Kg schweren Glasblock. Zur Körperseite hin befinden sich daran zwei lederne Tragegriffe, in die der Zwerg sich verhakt, denn losgelassen wird diese Waffe, einmal angelegt, nicht mehr. Erst wenn der Zwerg tot oder der Feind besiegt wird, wir ein Brescherer seine Waffe ablegen. An der anderen Seite hingegen befinden sich scharfe Schneiden und Pickel aus Glasaufsätzen. Ein Brescherer dreht sich bei einem Angriff immer und immer wieder um seine eigene Achse und hält den Brescher dabei leicht vor sich. Diese Drehbewegung wird erst aufhören, wenn er keine Kraft mehr hat – was seinen tot bedeutet oder der Feind besiegt ist. Die Ausbildung der Brescherer befähigt die einzelnen Kämpfer in einer langen Reihe mit nur wenig Abstand zwischen jedem der Krieger vor zu wirbeln. Dadurch sind die Brescherer der wahre Albtraum aller Nahkämpfer und auch durch Schildwälle brechen sie wie durch Butter. Der Brescher kann wahrlich nur von den Zwergen Thrumumbahrs hergestellt werden, da er aus Glas ist. Metallblöcke dieser Art wären bei der Größe viel zu schwer und ein Holzklotz könnte zwar noch als Hiebwaffe genutzt werden, aber niemals parallel als Schneid- und Stichwaffe. Die Brescherer sind mit ihrer Art zu kämpfen nicht nur bei den Zwergen, sondern gar bei allen Kriegern im Sola-System mit ihrer Kampftechnik einzigartig. Der Stolz jedes Brescherers ein solcher zu sein, ist also durchaus nach zu vollziehen. Aber ihr Leben ist hart und gefährlich, denn bleibt ein Brescherer wirklich einmal stehen und es stehen noch Feinde, so bedeutet dies unweigerlich sein Ende, da er dann viel zu unbeweglich und schlecht bewaffnet ist, um agileren Gegner irgendetwas entgegen zu setzen. Trotzdem heißt es – und es ist glaubhaft – dass noch kein Angreifer es je geschafft hat zur Hauptstreitmacht der Zwerge Thrumumbahrs vorzudringen, wenn keine Fernkampfeinheiten dabei gewesen sind. Denn die Brescherer sind die erste Angriffslinie der Zwerge und zumeist sind sie auch das Letzte, was ein Angreifer jemals zu sehen bekommt.


Die Zwerge leben eigentlich in friedlicher Harmonie miteinander. Eigentlich – denn die einzige Ausnahme ist wirklich der Fall, wenn es Liebende gibt, die unterschiedlichen Clans angehören. Die Clans sind nun einmal so spezialisiert und auch Stolz auf ihr Können, dass es ihnen undenkbar erscheint, dass ein Clanangehöriger dies für einen anderen Clan aufgeben könnte.

Diese Fälle werden aber niemals blutig gelöst, sondern immer auf Basis einer Art Ablösezahlung. Jedoch kann das Aushandeln dieser Zahlung mitunter Jahrzehnte dauern. Ganz zum Bedauern der Liebenden.


Dafür aber gibt es einen unbändigen Hass gegenüber den Seevicya. Und in fast allen Kriegen, die die Elben gegen die Vicya führen, stehen ihnen die Zwerge aus dem Bahrum-Gebirge bei.

Man kann sich jetzt die Frage nach dem warum stellen, sie ist auch legitim, aber schnell beantwortet. Die Zwerge sind existenziell vom Handel abhängig. Die Vicya stören den Handel nicht nur, sie versuchen ihn zu zerstören. Somit sind die Zwerge in ihrem Leben bedroht, womit dann jede weitere Erklärung eigentlich hinfällig ist.


Mit allen anderen Völker Balapurs aber stellen sie sich neutral bis freundschaftlich, was natürlich mit dem Handel zusammenhängt, obwohl die Zwerge mehr als selten andere Gäste als die Elben der Südküste empfangen.

Explizit genannt werden muss diese Freundschaft. Die beiden Völker leben miteinander und ergänzen sich perfekt, so dass außerhalb des Kontinents regelrecht von einer Symbiose zwischen Zwergen und Elben gesprochen wird. Dies geht sogar soweit, das Liebesbeziehungen zwischen Zwergen und Elben zwar sehr selten, aber wenn sie vorkommen, dann sind sie beliebt und gern gesehen. Auch die Nachkommen solcher Beziehungen werden nicht als Bastarde abgetan, sondern stehen in hohem Ansehen.

Interessant ist dabei, dass ein solches Mischpaar, das sich entscheidet in den Bergen bei den Zwergen zu leben und Nachkommen hat, wirklich immer dabei ein eher den Zwergen ähnliches Wesen das Licht des Lebens schenkt, nur dass sich dort eine elbische Schönheit abzeichnet, die sonst bei den Zwergen ja nicht üblich ist.


Tatsache ist in jedem Fall, dass es eine solche Freundschaft unter Zwergen und Elben nirgends im Sola-System gibt.

Ebenso verhält es sich mit den Vogelreitern, bzw. Aijnan auf Thrumumbahr und auch den Sinar. Gerade die Freundschaft zu den Vogelreitern ist nicht anders zu umschreiben, wie die zu den Elben. Es ist aber auch nur eine Frage der Zeit, bis die Bande zwischen den Aijnan der Stadt Ahinjamuhr, nach ihrer Jahrtausende währenden Verbannung zurückgekehrt in ihre Heimat und den Sinar, bei diesem wahrlich kosmischen Ereignis mitgekommen, ebenso stark sein werden.