Elben Thrumumbahrs

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Die Elben von Thrumumbahr


Die Elben Thrumumbahrs unterscheiden sich von der Statur her nicht von allen anderen Elben des Sola-Systems. Sie sind zwischen 1,70 und 2 Metern groß. Sie sind von grazilem, aber muskulösem Körperbau und haben für ihr Volk charakteristisch feine, spitz zulaufende Ohren. Ihre Hautfarbe ist aber eher dunkler als sonst üblich, die Farbe der Haare ist fast durchweg schwarz. Jede andere Färbung ist etwas Besonderes. Die Haare werden von einem Großteil des Volks kurz bis sehr kurz getragen, was einfach an dem feinen Sand ihrer Lebensumgebung liegt und somit die Pflege leichter macht. Eine längere, oder gar lange Haartracht ist somit ein Ausdruck höher gesellschaftlicher Stellung, denn jener Personenkreis hat am wenigsten Kontakt mit dem Sand und kann sich die zeitintensive Pflege einfach leisten.

Gekleidet sind sie zumeist entweder in seidenen Gewändern, deren Rohstoff sie aus den Drüsen der Wüstenspinne gewinnen, oder aber in dünne Lederkleidung. Es handelt sich dabei um kurze Röcke, die sowohl die Frauen, wie auch die Männer tragen und die meist nicht weiter als bis zur Mitte der Oberschenkel reichen. Die Frauen tragen zusätzlich noch Tops, die die Brüste bedecken. Die Seidenkleidung hingegen kann auch den ganzen Körper bedecken, hier mal von dünner, bis sehr fester und dicker Qualität. Das Schuhwerk wird auch aus Stoff oder Leder hergestellt. Hier sind Sandalen oder kurze Schaftstiefel üblich.

Wenn sie bewaffnet sind, so ist dies zumeist Schwert, Dolch und natürlich Bogen. Die Waffen werden entweder bei den Zwergen erworben, oder selbst aus den Gräten gefangener Fische geschnitzt. Trotzdem sind sie von sehr hoher Qualität und extrem scharf.

Zusätzlich wird oft eine turbanähnliche Kopfbedeckung getragen, die vor der direkten Sonneneinstrahlung schützen soll.

Durch das Leben in der Wüste haben die Elben sich in so weit verändert, dass sie bis zu 14 Tage ohne einen Tropfen Wasser auskommen können und somit Reisen auch in die tiefste Wüste vornehmen können.


Sie bewohnen den Süden des Kontinents, dort aber bevorzugen sie die Küsten. Da sich hier noch optimale Lebensbedingungen finden lassen. Zum einen das Meer, das nicht nur durch den Fischreichtum eine der Nahrungsquellen schlechthin ist, sondern auch, weil hier die Häfen gebaut wurden, die die Handelsverbindungen zu den anderen Kontinenten Balapurs aufrecht erhalten.

Zum anderen gibt es hier noch einige Palmwälder. Das Holz wird dringend zum Bau der Schiffe der Elben benötigt. Es verwundert nicht, dass hier auch die beiden größten Städte entstanden sind. Zethathin und Elothinath. Gewaltige Ballungszentren mit jeweils über 200.000 Einwohnern. Selbstverständlich sind hier auch die größten Häfen zu finden. Aber auch die spezielle Architektur der Elben Thrumumbahrs ist hier am besten zu bewundern.

Das Zauberwort lautet: Sandverhärtung. Diese haben die Elben perfektioniert und somit ist es ihnen möglich nicht nur Häuser, sondern ganze Paläste und gigantische Tempel in der bei dem Volk bevorzugten pyramidischen oder kegelförmigen Bauform zu errichten.

Wie schon erwähnt leben sie vom Fischfang, aber auch von Ackerbau, den sie durch ausgeklügelte Bewässerungssysteme ertragreich bewirtschaften, wie auch der Jagd und natürlich der Weberei. Es ist ihnen gelungen, die wilde Wüstenspinne, die etwa zwei Handteller groß wird, zu domestizieren und aus ihren Drüsen die Seide zu gewinnen, die dafür notwendig ist. Außerdem ist es der Handel. Zum einen mit den anderen Völkern Balapurs auf deren Kontinenten, wie aber natürlich auch mit den Zwergen Thrumumbahrs, deren Handelspartner sie sind und deren Waren sie verschiffen und gleichzeitig das Gebirge und somit den Wohnort der Zwerge mit notwendigen Gütern versorgen. Die Elben leben in Familien zusammen, die zumeist ein bis drei Generationen umfassen. Deswegen sind Städte und Dörfer auch eher von vielen kleinen Häusern denn von wenigen großen geprägt. Trotzdem gibt es insgesamt sechs Sippen, die jeweils von einem Fürsten geführt werden. Sonst unterteilt sich das Volk in Jäger, Fischer, Weber, Bauern und Handwerkern, wie auch den Soldaten.


Die Elben Thrumumbahrs glauben an die eine Göttin. Das unterscheidet sie also nicht von vielen anderen Völkern des Sola-Systems und es gibt auch keine besondere Ausprägung, die einer Erwähnung bedürfte. Ihr zu Ehren werden überall Tempel errichtet, die in den großen Städten auch gigantische Ausmaße annehmen können. Jedoch gibt es keine große berufsmäßige Priesterschaft.

Die beiden Hauptfeiertage, die auch im ganzen Volk begangen werden, sind der Beginn und das Ende der Regenzeit, die es hier im Süden und direkt an der Küste gibt und die den Kreis des Lebens symbolisieren, Aussaht und Ernte, Geburt und Tod, der Kreis der Fischwanderungen.


Wie bei den Elben üblich, sind große Teile des Volkes magisch begabt. Die Begabung wird bei ihnen aber nur zu heilerischen, oder kriegerischen Zwecken genutzt. Den Beruf des Magiers gibt es in dem Sinne nicht, wie auch nicht den des Heilers. Die Magie ist so weit verbreitet, dass die Unterweisung in den Möglichkeiten dieser arkanen Macht von den Eltern an den Kindern vorgenommen wird.


Wie schon an anderer Stelle erwähnt gibt es sechs Sippen, die jeweils von einem Fürsten geführt werden. Alle Elben aber werden vom König oder der Königin regiert. Dazu untersteht ihr der Rat, der sich eben aus jenen sechs Fürsten zusammensetzt. Der Fürstentitel, wie auch die Königswürde unterliegen dem Erbrecht. Nur wenn die Königslinie erlischt wird ein Nachfolger vom Rat aus seinen Reihen erwählt. Sollte einmal eine Linie der Fürsten erlöschen, so erwählt das Volk einen neuen.

Die Führerschaft ist Weise und Gerecht. Es gibt keine Berichte, dass es je zu Aufständen oder Tyrannei gekommen wäre. Wie oft bei Elben zu beobachten leben sie miteinander in friedlicher Koexistenz.


Neben der kleinen adligen Oberschicht sind noch folgende Gilden und Zünfte zu nennen:

• Die Zunft der Fischer

• Die Gilde der Weber

• Die Gilde der Händler und Karawanenführer

• Die Bauernzunft


Diese Gilden haben hohen Einfluss und Macht im alltäglichen Leben und vieles wird von ihnen geregelt. Dies betrifft nicht nur Angelegenheit, die den direkten Bereich betreffen, sondern durchaus auch Alltägliches, wie das Zusammenleben, den Häuserbau und die Zusammensetzung der Wohnviertel in den Städten.


Urfeinde der Elben sind die Seevicya, die in ihren vollverkapselten Schiffen nicht nur die Handelsrouten auf dem Meer und die Fischerei unsicher machen, sondern auch mit Beutezügen das Land überfallen, morden, rauben und plündern. Mindestens einmal im Jahrzehnt kommt es dabei zu regelrechten Seeschlachten, Kriegen auf dem Wasser, aber auch Kämpfe an Land, die Brutal und voller Wucht durchgeführt werden. Denn hier geht es wahrlich um das Überleben des gesamten Volkes.


Mit allen anderen Völker Balapurs aber stellen sie sich neutral bis freundschaftlich, was natürlich mit dem Handel zusammenhängt. Explizit genannt werden muss die Freundschaft mit den Zwergen Thrumumbahrs. Die beiden Völker leben miteinander und ergänzen sich perfekt, so dass außerhalb des Kontinents regelrecht von einer Symbiose zwischen Elben und Zwergen gesprochen wird. Dies geht sogar soweit, das Liebesbeziehungen zwischen Elben und Zwergen zwar sehr selten sind, aber wenn sie vorkommen, dann sind sie beliebt und gern gesehen. Auch die Nachkommen solcher Beziehungen werden nicht als Bastarde abgetan, sondern stehen in hohem Ansehen.

Interessant ist dabei, dass ein solches Mischpaar, das sich entscheidet am Meer bei den Elben zu leben und Nachkommen hat, wirklich immer dabei ein eher den Elben ähnliches Wesen das Licht des Lebens schenkt, nur dass sich dort ein vermehrter Körperhaarwuchs abzeichnet, der sonst bei den Elben ja nicht üblich ist.

Tatsache ist in jedem Fall, dass es eine solche Freundschaft unter Elben und Zwergen nirgends im Sola-System gibt.

Ebenso verhält es sich mit den Vogelreitern, bzw. Aijnan auf Thrumumbahr und auch den Sinar. Gerade die Freundschaft zu den Vogelreitern ist nicht anders zu umschreiben, wie die zu den Zwergen. Es ist aber auch nur eine Frage der Zeit, bis die Bande zwischen den Aijnan der Stadt Ahinjamuhr, nach ihrer Jahrtausende währenden Verbannung zurückgekehrt in ihre Heimat und den Sinar, bei diesem wahrlich kosmischen Ereignis mitgekommen, ebenso stark sein werden.