Vogelreiter

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Die Vogelreiter


Die Vogelreiter, oder auch der 13. Clan, von Thrumumbahr unterscheiden sich vom Äußeren her nicht von den wieder zurückgekehrten Aijnan. Ihre gemeinsamen Wurzeln im galatischen Volk sind nicht von der Hand zu weisen.

Einzig die Weisen Frauen der Reiter zeigen in ihrer Kleidung erhebliche Unterschiede zu ihren Kolleginnen bei den Aijnan Ahinjamuhrs, denn sie ist erheblich freizügiger und zeigt zum Teil mehr Haut, als sie verbirgt.

Der Grund, warum die Vogelreiter nicht von Thrumumbahr verbannt wurden, liegt aller Wahrscheinlichkeit darin, dass sie eben nicht in Ahinjamuhr leben und nie lebten, sondern die wilden Steppen des Nordens bevölkern, denn nur dort leben die Reittiere, die ihrem Clan gleich den Namen gaben. Wie sie dort hin kamen und warum sie wahrscheinlich nicht verbannt wurden, ist in der Legende von Nimeha & Loh'dar und in Von den Aijnan und dem Verlassen der Welt nachzulesen. Gerade in der Legende von Nimeha & Loh'dar ist auch eine ausführliche Beschreibung des Nordens zu finden.

Natürlich unterscheiden sich die Vogelreiter nicht in ihrem Glauben von den Läufern. Sie glauben an die eine Göttin. Jedoch sind sie durch ihr Leben in der rauen Schönheit des Nordens insofern geprägt, dass sie die Göttin allgegenwärtig sehen und sie sich eigentlich in jedem Grashalm manifestiert, was zu einer immensen Verbundenheit der Reiter mit ihrem Lebensraum führt.

Magie ist den Vogelreitern ebenfalls bekannt. Auch hier manifestiert sie sich aber ausschließlich in den Frauen. Jedoch in einer den Aijnan Ahinjamuhrs nicht bekannten Konzentration, denn bei den Reitern kann fast jede zweite Frau als Weise Frau gelten, weil sie in der Lage ist, die Arkane Macht zu lenken.

Ein Vogelreiterzelt in der Grundausführung, wie es jedes frisch verheiratete Paar zur Verfügung gestellt bekommt.

Die Vogelreiter organisieren sich in kleinen Sippen, die aus 10 bis 100 Personen bestehen. Sie wandern mit ihren Vögeln durch das Land und bleiben selten länger als vier Wochen an einem Ort. Die Gründe liegen auf der Hand, denn die Vögel grasen in der Zeit die umliegenden Weiden ab, so dass ein Weiterziehen unumgänglich ist.

Dabei regieren sie sich in einer Art urtümlichen Demokratie, in der jeder die gleichen Rechte hat und Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen werden. Einzig bei Belangen, die von Tragweite für alle Sippen der Vogelreiter sind, gibt es alleinige Entscheidungsträger: Der Clanführer und der Rat der Weisen Frauen.

Nun aber zu dem, was den Vogelreitern ihren Namen gab: Die Reitvögel. Hierbei handelt es sich um eine nur auf Thrumumbahr vorkommende Echsenart, die in ihrer Art zu laufen an prähistorische Saurier Terras erinnern. Untypisch hingegen ist das leichte Federkleid, das sie ihr Eigen nennen und das wohl auch der Grund ist, warum sie überhaupt als Vögel, genauer als Vogelechsen bezeichnet werden.

In der Legende von Nimeha & Loh'dar ist nachzulesen, wie die erste Begegnung mit den Vögeln stattfand und warum es zumindest der Historie nach zu diesem besonderen, fast symbioiden Zusammenleben kam. Wissenschaftlicher betrachtet ist festzustellen, dass die Vögel und die Aijnan sich hervorragend ergänzen. Die Vögel sind das Transportmittel der Vogelreiter und auch Fleischquelle Nummer Eins der Reiter, hingegen werden die Vögel so immer zu den fettesten Weidegründen geführt.

Beachtenswert ist aber, dass die Eier der Vögel für die Reiter vollkommen tabu sind. Noch nie wurde ein Ei von ihnen gegessen und auch Gäste sollten dies tunlichst unterlassen, wenn sie nicht den Zorn eines ganzen Clans auf sich ziehen wollen.

Natürlich hat dieses enge Zusammenleben aber auch noch viel weiterreichendere Folgen. Zum einen ist das der Kampfstil der Vogelreiter, der durch das Reiten geprägt ist. Kampf und auch Jagd werden immer vom Rücken des Vogels ausgeführt. Bögen sind entsprechend Kurzbögen und die für Aijnan typischen Speere sind länger, als bei ihren städtischen Schwestern und Brüder. Nahkampf ist ganz und gar nicht ihr Ding und wenn nur mit dem Vogel zusammen. Einkreisemanöver hingegen, Hetzjagden gleichkommend, sind für die Vogelreiter die bevorzugte Art zu kämpfen. Aber natürlich können sie auch Verteidigungslinien sprengen, was aber eher selten von ihnen verlangt wird, da es auf Thrumumbahr im Bezug auf das Zusammenleben mit den anderen Völkern effektivere Einheiten für ein solches Vorgehen gibt.

Aber auch in das gesellschaftliche Leben der Reiter hat das Zusammenleben Einzug gehalten. Hierbei handelt es sich um den Eierklau.

Dieses Spiel hat auch heute noch einen realen Bezug, denn jedes Jahr bei der Eiablage der Vögel ziehen einige Wagemutige aus und versuchen einige der Eier der wilden Vögel zu klauen, um sie in die Nester der domestizierten Vögel zum ausbrüten zu bringen. Die Vogelreiter nennen es schlicht Blutdurchmischung. Wissenschaftlich gesehen ist es eine sehr kluge Methode, den genetischen Pool der Zuchtvögel immer wieder mit neuem Material aufzufüllen. Interessanter Weise nehmen die Vögel selbst fremde Eier ohne Schwierigkeiten an und brüten sie aus.

Das Klauen der Eier ist ein sehr gefährliches Unternehmen und immer wieder sterben Reiter bei den Versuchen, denn die wilden Vögel verteidigen ihre Eier mit Schuppe und Feder. Hieraus aber entstand das mitunter blutige Spiel des Eierklaus, das heute mittlerweile sehr viele Zuschauer anlockt.

Bei dem Spiel versucht ein Reiter das Ei aus dem Nest zu klauen und dann durch geschickte Weitergaben oder Würfe an andere Mitspieler so die Vögel zu verwirren, dass sie die Jagd nach dem Ei aufgeben oder aber das Ei in das heimatliche Zelt gebracht werden kann. Erwähnt werden muss deswegen, dass man einen Vogelreiter sehr oft vor einer schwierigen Aufgabe: „Eieiei!“, ausrufen hören kann.

Abschließend muss gesagt werden, dass es eine Höchstleistung der Vogelreiter war, nach der Verbannung der Stadtaijnan nicht unter zu gehen, sondern ihre Kultur und ihr Leben zu erhalten. Natürlich half hier auch das enge Zusammenleben mit den Elben und Zwergen Thrumumbahrs erheblich mit und natürlich auch der Glaube an die Rückkehr der Schwestern und Brüder. Ebenso ist ihr Hass gegenüber den Seevicya nicht zu unterschätzen, die nicht nur ihr Feind sind, sondern die sie direkt verantwortlich für die Verbannung ganz Ahinjamuhrs mit der gesamten Bevölkerung durch göttliche Macht machen.

Die Vogelreiter waren und sind aber auch weiterhin nichts anderes als eine Gruppe innerhalb aller Aijnan und vieles, was man noch über sie erzählen könnte, ist bereits über die Aijnan gesagt worden und kann dort nachgelesen werden, wie auch über das Zusammenleben der Völker Thrumumbahrs und ihrem ewigen Kampf gegen die Bedrohung vom Meer und jetzt auch, nach der Rückkehr der Städter, über das Dunkel im Nordosten des Kontinents. Trotzdem sollte hier wenigstens eine Sitte der Vogelreiter Erwähnungen finden, die es so bei den Aijnan nicht gibt, aber vielleicht noch zu gewisser Wichtigkeit führen kann: Die Leihmutter- bzw. Leihvaterschaft. Es ist tatsächlich so, dass die Vogelreiter in ihrer Kultur kein Problem haben ihren Körper zu Verfügung zu stellen und ein Kind austragen, bzw. zeugen, wenn ein Paar nicht in der Lage ist, Kinder zu bekommen. Natürlich hat dies gewisse Gespräche vorher zur Folge und es ist ebenso selbstverständlich, dass Sympathie zwischen Leihmutter oder -vater, bzw. Vater und Mutter bestehen muss. Ist dies aber gegeben, so steht dem Fremdaustragen, bzw. Fremdzeugen eines Kindes nichts im Wege und dieses Kind wird wie ein eigenes Aufgezogen.

Es kann natürlich damit zusammen hängen, dass bei den Vogelreitern, die Elternschaft nicht sehr eng ausgelegt wird. Kinder zwar immer als die eigenen Kinder bezeichnet werden, aber letztendlich in der Sippe erzogen und groß gezogen werden. Denn es kann immer wieder mal vorkommen, dass ein Elternteil oder gar beide im Namen der Vogelreiter allein los ziehen müssen.