Die Göttin

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Die Göttin der Alten Völker, Aijnan und Lemuri


Das der Göttinnenglaube der Alten Völker, der Aijnan und der Lemuri sich sehr ähnelt und zu großen Teilen sogar überschneidet, bietet es sich an, deren Glauben innerhalb eines Textes zu betrachten.


Für die genannten Völker hat die Göttin eine weibliche Form. Die häufig auch mit der Natur an sich und deren Regeln und Gesetze gleichgesetzt wird. Dabei ist es weniger ein Glaube, der um das Bitten um eingreifen der Gottheit fleht, sondern die Dankbarkeit über die geschenkten Gaben und Umgebung zum Ausdruckt bringt.

An erster Stelle steht dabei, die Freiheit der eigenen Entscheidung, die die Göttin ihrer Kindern gewährt und selbst, wenn sie in die Geschicke ihrer Kinder eingreift, so liegt die letztendliche Entscheidung und was sie mit ihren Worten und Visionen mitteilt, um eine Handlung zu forcieren, beim Individuum selbst. Auch wenn es durchaus bekannt ist, dass einzelne Personen oder gar ganze Völker von ihr bestraft werden, weil sie ihrer Schöpfung und ihres Willens zuwider handeln, steht bei der Göttin die Liebe zu allem Leben im Vordergrund.


Die Göttin wird von den Völkern unterschiedlich beschrieben und doch erkennen Gläubige interessanter Weise ihr Wirken trotzdem, obwohl ihnen die Form eigentlich unbekannt ist. Allein das aber wird als Beweis dessen angesehen, dass die eine Göttin mehr als nur ein Volk als ihre Kinder ansieht.

Die größte Gemeinsamkeit aber ist, dass die Kinder der Göttin eigentlich gar nicht glauben, sondern wissen. Es gibt viel zu viele beschriebene und glaubwürdige Erscheinungen ihrer selbst, als das nur von der Möglichkeit der Existenz einer über allem stehenden Entität gesprochen werden kann. Für die Kinder der Göttin IST die Göttin und ihre Nähe ist Fakt. Denn nicht nur von bildlichen Erscheinungen ist die Rede, sondern auch von der einfachen, nicht körperlichen Nähe, die sich durch ein nicht körperliches Streicheln oder Küssen zum Ausdruck bringt.

Trotzdem aber gibt es viele Berichte über Einzelerscheinungen, aber auch Erscheinungen vor Tausenden von ihren Kindern. So ist in vielen Berichten über die Göttin bei den Lemuri zum Beispiel folgendes zu lesen:


... und plötzlich erschien dieses helle Licht aus Gold und Silber und in ihm sahen wir eine Frau. Sie war so wunderschön, dass wir unsere Gesichter abwenden mussten, und doch war ihr Antlitz in unserem Geiste und wir sahen ihre Gewänder sich bewegen, die wie Seide aus Diamanten ihren Leib umspielte. Durchsichtig war jener Stoff und doch sah jeder von uns eine andere Gestalt, denn für die eine war es der Leib einer Mutter, die ihre Kinder mit all ihrem Sein und den Gaben ihres Busens groß gezogen hat. Für den anderen war es der Leib einer begehrenswerten, jungen Frau, wo nur der Duft ihres Haares die Sinne betört und das Herz zum zerreißen anspannt. Doch wussten wir, dass SIE vor uns steht. Denn als sie zu sprechen begann, waren ihre Worte um und in uns und unsere Herzen wurden leichter. Die Sorgen vergingen, wie der Tau auf den Wiesen des Frühlings und wir wurden erfüllt mit einer Liebe, die tiefer und umfassender ist, als sie zwischen Frau und Mann je sein könnte. ...


In einem Kristall der Aijnan hingegen ist folgendes über eine Begegnung mit der Göttin zu lesen:


... Und plötzlich war da nicht mehr die Steppe, sondern ich stand mit meinem Vogel in einem wundervollen Garten, in dem farbenprächtige und so wunderschöne Blumen wuchsen, die ich mit Worten nicht zu beschreiben vermag. Alles war so rein und ohne Fehl, als seien die Pflanzen eben erst auf IHR Geheiß hin ersonnen worden und nun sprossen sie zum ersten Mal aus der Erde. Der Gesang von Vögeln war um mich herum. Und da stand ein kleines, hölzernes Haus.

Ich sprang von meinem Vogel und ging auf das Haus zu. Ohne es zu bemerken aber war ich plötzlich in der kleinen Hütte und dort saß SIE. SIE trug ein einfaches Kleid, das seine Farbe ständig zu wechseln schien. Mit der Hand winkte SIE mich zu sich. Dabei lächelte SIE mich an, dass mir ganz anders wurde, so als sei SIE Geliebte, Freundin und Mutter zugleich. Wenn ich IHR Gesicht beschreiben muss, so ist es mir nicht möglich, aber SIE war wunderschön. Und dann sprach SIE zu mir und fragte, ob ich Tee und Kuchen haben wollen würde ...


Unzweifelhaft ist hier zu sehen, dass Göttinnenerscheinungen sehr unterschiedlich sein können. Zum einen, wie sie auch von anderen Göttern beschrieben sind: In astralen Formen, die so mächtig sind, dass man ihrer kaum schauen kann. Aber SIE erscheint ihren Kindern offenbar auch in sehr erdigen und normalen Formen.


Auch die Verehrung der Göttin geschieht bei den unterschiedlichen Völkern auf unterschiedliche Weise. Viele haben Priesterinnen und Priester oder zumindest Personen, die IHR Wort verkünden. Dabei beziehen sich diese Verkünder entweder auf Schriften, die angelegt wurden von Personen, die entsprechende Begegnungen mit IHR hatten oder es handelt sich um Eingebungen IHRER selbst, bzw. das Berichten über eigene Begegnungen mit IHR.

Tempel und entsprechende Riten, um IHR nahe zu sein, sind vorhanden, aber schon seltener. Interessanter Weise muss hier erwähnt werden, dass die Kinder der Göttin wieder eines gemeinsam haben. Sie beten die Göttin nicht an. Sie danken ihr, reden mit ihr, bitten sie, aber sie wird nicht in einer Form des vollkommenen Überwesens verehrt, das über das Schicksal aller in jeder Form bestimmt.

Bei den Lemuri zum Beispiel, gibt es weder Priester noch Tempel. Jeder Lemuri weiß. Dieser Umstand ist wohl dadurch entstanden, dass jeder Lemuri in seinem Leben mehrfach Zeuge von einer Erscheinung der Göttin wird und obendrein wenigstens eine eigene, persönliche Begegnung mit ihr hat. Zumeist ist dies bei der Hochzeit oder aber der Geburt eines Kindes der Fall.


Zum Abschluss ist noch zu erwähnen, dass es sich bei dem Glauben an die Göttin wohl um einen der friedlichsten Glauben handelt. Denn es ist nicht ein Fall bekannt, in dem Gläubige in IHREM Namen einen Krieg geführt haben. Was aber auch nicht verwundert, denn die beiden höchsten Gesetze der Göttin sind: Liebt und ehrt das Leben in all seinen Formen auf das Höchste!